Die Frage nach dynamischer Belastung wird mir in letzter Zeit häufiger in Verbindung mit der Wurzelbrücke ArborGrid gestellt, daher habe ich mich entschieden darüber zu schreiben. Damit Sie den Kontext haben, erläutere ich kurz den Hintergrund dieser Frage.  

Greenleaf bietet ein umfangreiches Sortiment an Lösungen und Produkten für den innerstädtischen Landschaftsbau mit Schwerpunkt auf Stadtbäume an. Unter anderem auch die Wurzelbrücke ArborGrid aus Stahl. Diese Brücke schützt den Wurzelbereich vor Verdichtung und Schäden, die durch den Verkehr verursacht werden.

Eine Wurzelschutzbrücke kann man sich, wie das Wort schon sagt, als Brücke über den Wurzelbereich vorstellen – ähnlich einer Brücke über einen Fluss. Man hat ein Bauwerk (die Brücke) welches auf Fundamenten (Brückenpfeilern) aufliegt. Bei Wurzelbrücken ist es sehr ähnlich. Hier haben wir eine Stahlkonstruktion, welche auf Punktfundamenten aufliegt.

Meistens werden Wurzelbrücken da eingebaut, wo auch Fahrzeuge fahren und bremsen werden. Die Flächen sind oft größer als ein Fahrzeug lang ist. Deswegen muss bei der Planung einer solchen Wurzelbrücke unbedingt darauf geachtet werden, dass Fahrzeuge die Flächen auch befahren können, ohne dass Schäden entstehen.

Was muss ich also beachten?

Wenn ein Bestandsbaum mit einer Wurzelbrücke versehen wird, ist der Hintergrund dieser Schutzmaßnahme meist der, dass die Fläche später befahrbar sein soll. Eine statische Wurzelschutzbrücke mit einer Punktlast von 15 kN oder 50 kN einzuplanen reicht nicht, wenn die Fläche später befahren werden soll. Folglich stellt sich die Frage: Wenn ich eine rein statisch belastbare Wurzelbrücke ohne Bremsfaktor einsetze, auf der man also nicht bremsen, beschleunigen oder lenken darf, ist das für meinen Zweck ausreichend?

Die statisch belastbare Version von Greenleaf ist ca. bis 15 km/h befahrbar. Für alle Geschwindigkeiten darüber hinaus, sollte eine dynamisch belastbare Version eingesetzt werden, damit die Fläche auch den dynamischen Belastungen standhalten kann.

Allein ein PKW, der von einer Geschwindigkeit von 30 km/h auf null bremst, bewirkt eine weitaus höhere Belastung auf der Vorderachse als im ruhenden Zustand. Ebenso wirkt sich Beschleunigung oder eine Kurvenfahrt stark auf die Belastung aus. All diese Faktoren müssen bei einer dynamischen Belastungsberechnung beachtet werden.

Bitte fragen Sie also das nächste Mal nach „Ist diese Wurzelbrücke dynamisch belastbar?“ bzw. „Wurde ein Bremsfaktor eingerechnet?“

Die dynamische Variante der von Greenleaf hergestellte Wurzelbrücke ArborGrid, kann mit dynamischen Lasten befahren werden. Von Werk aus werden die Berechnungen für Sie durchgeführt und die Wurzelbrücke entsprechend hergestellt. Sie geben uns die Rahmenbedingungen und Belastungsansprüche an und wir übernehmen den Rest.

Sprechen Sie uns an!

Mehr zum Thema statische oder dynamische Belastung erfahren Sie hier.
4 Comments
  1. Avatar

    Guten Tag Herr Hartmann,
    ich bin in der Straßenbauverwaltung Neukirchen-Vluyn angestellt und würde mich freuen, wenn Sie mich über dieses und ähnliche Themen auf dem Laufenden halten würden. Danke im Voraus!
    MfG
    Silvan Olzog

    1. Nils Hartmann

      Guten Tag Herr Olzog,
      gerne halten wir Sie auf dem Laufendem! Dafür können wir Sie zu den Adressen hinzufügen, die unseren Newsletter bekommen.

      Vielen Dank für die Kontaktaufnahme auf LinkedIn, auch hier werden Sie von uns hören.

      Mfg

  2. Avatar

    Hallo Herr Hartmann,
    in dem mir vorliegendem Kundenmagazin `Update 021` von Greenleaf werden im Zusammenhang mit der Belastbarkeit von ArborGrid unabhängige statische Berechnungen und eine entsprechende Prüfbescheinigung erwähnt. Ich würde mich freuen, wenn ich diese digital erhalten könnte. Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!
    Mit freundlichen Grüssen,
    Arno Tröger

    1. Nils Hartmann

      Hallo Herr Tröger,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Die Information schicke ich Ihnen in den kommenden Tagen sehr gerne zu.
      Mit freundlichen Grüßen
      Nils Hartmann

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