Draußen wird es langsam bunt – der Herbst steht in den Startlöchern.  Mit dem Herbst beginnt auch die Pflanzsaison für winterharte Gehölze. Für viele Bäume ist dies der ideale Zeitpunkt zur Baumpflanzung. 

Vorteile der Pflanzung im Herbst

Der Herbst eignet sich hinsichtlich des Klimas und des natürlichen Rhythmus der Pflanzen besonders gut zur Baumpflanzung.

Zur Vorbereitung auf die winterliche Ruhephase werden Nährstoffe den Blättern entzogen und in den Wurzeln gespeichert. Die Blätter verfärben sich und fallen ab, die Wurzeln werden aktiver – ideal für die neugepflanzten Bäume. Die jungen Bäume können so leicht neue Faserwurzeln ausbilden.

Im Herbst sinkt zudem der Bedarf an Wasser, das aus dem Boden nachgeliefert werden muss, da die Blätter abgeworfen werden und so weniger Wasser verdunstet. Gegenüber der Pflanzung im Frühjahr ist dies ein entscheidender Vorteil, da so der Aufwand der Versorgung deutlich geringer ist. Bei der Pflanzung im Frühjahr müssen zeitgleich Wurzeln und Blätter ausgebildet werden was einen deutlich höheren Wasser- und Versorgungsaufwand darstellt.

Zwei bunte Herbstbäume

Ein weiterer großer Vorteil im Herbst ist die Bodenwärme, die das Anwachsen der Wurzeln erleichtert.

Die Pflanzung im Herbst verschafft Bäumen gegenüber der Pflanzung im Frühjahr einen Wachstumsvorteil. Die bereits ausgebildeten Faserwurzeln erleichtern die Aufnahme von Wasser- und Nährstoffen. Auch Trockenperioden im Frühjahr können besser überstanden werden.

Unsere Tipps zur Baumpflanzung

Auch wenn der Herbst besonders zur Baumpflanzung geeignet ist, gibt es einige Faktoren, die beachtet werden sollten, um eine erfolgreiche Entwicklung der neugepflanzten Bäume sicherzustellen. Einige Tipps zu Baumpflanzung haben wir hier zusammengefasst.
1. Bodenqualität

Bei der Pflanzung spielt die Bodenqualität eine wichtige Rolle. Damit die Wurzeln sich gut ausbilden können, sollte der Wurzelraum unverdichtet sein. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass sich durch Regen keine Staunässe bilden kann, denn Staunässe kann zu Wurzelfäule führen. Durch Auflockern, Verbessern oder Austauschen des Bodens kann hier Abhilfe geschaffen werden.

Hände mit Erde
2. Platz

Damit sich die Wurzeln des Baumes in Zukunft gut entwickeln können, muss sichergestellt werden, dass nicht zu nah an Wegen, Straßen oder Gebäuden gepflanzt wird.

3. Pflanzgrube

Bei der Größe und Höhe der Pflanzgrube sollte darauf geachtet werden, dass die Grube etwa doppelt so groß ist, wie der Wurzelballen. Der Baum sollte idealerweise in der gleichen Tiefe gepflanzt werden, wie in der Baumschule. Eine zu tiefe Pflanzung kann dazu führen, dass im Wurzelbereich ein Sauerstoffmangel entsteht. Dadurch entsteht Wurzelfäule und Wurzeln sterben ab. Auch eine zu hohe Pflanzung ist problematisch. Es besteht die Gefahr, dass sich die Wurzeln über die Oberkante hinaus ausbilden. Dies führt zu schnellem Austrocknen.

4. Pflanzschnitt

Durch das Ausgraben der Bäume in der Baumschule wird auch die Wurzelmasse reduziert. Da so das Gleichgewicht zwischen Krone und Wurzeln gestört ist, sollte die Krone entsprechend zugeschnitten werden. Bei der Pflanzung von ballenlosen Pflanzen sollten zusätzlich die Wurzeln zurückgeschnitten werden, um das Wurzelwachstum anzuregen.

5. Wurzelversorgung

Eine ausreichende Wasserversorgung ist notwendig für ein gutes Ergebnis. Wichtig ist bei der Pflanzung aber nicht nur das Wässern des Wurzelballens beim Auffüllen des Pflanzlochs. Besonders bedeutsam ist es auch, dass das Wasser im Wurzelbereich ankommt.

Bewässerung mithilfe von RootRain

Ein Bewässerungssystem wie RootRain hilft dabei, das Wasser in den Wurzelbereich zu leiten. Da junge Bäume in den ersten zwei Wachstumsperioden ordentlich gewässert werden müssen ist ein solches Bewässerungssystem sehr hilfreich. Je nach Pflanzsituation gibt es verschiedene Möglichkeiten. Für Pflanzflächen bieten sich RootRain Urban, RootRain Urban A und RootRain Civic an. Für Belagsflächen ist RootRain Precinct optimal geeignet.

Auch die Sauerstoffversorgung im Wurzelbereich ist wichtig. Diese kann durch ein zusätzliches Belüftungssystem wie ArborVent sichergestellt werden.

6. Standfestigkeit

Durch Bewegung des Baumes geht der Bodenkontakt der Wurzeln verloren. Dadurch wird die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen unterbrochen. Folglich wird das Anwachsen der Wurzeln verzögert und es entsteht ein höherer Pflegeaufwand.

Eine gute Verankerung ist daher essenziell. Es gibt verschiedene Methoden der Baumverankerung. Eine unterirdische Baumverankerung mit Spanngurt wie ArborAnker bietet gegenüber der traditionellen Verankerung mit Dreibock oder Schrägpfahl viele Vorteile. Bei der unterirdischen Verankerung beeinträchtigen keine Stahl- oder Textilseile das gesunde Wachstum des Stammumfanges. Auch optisch ist eine Unterflurverankerung ansprechender.

Baumstandort mit ArborAnker
7. Schutz des Baumstammes

Bei Baumarten mit glatter Borke sollten zusätzliche Maßnahmen zum Schutz des Stammes ergriffen werden. Zu hohe Sonneneinstrahlung stellt eine Gefahr dar, da diese Sorten empfindlich für Sonnenbrand sind. Ein solcher Sonnenbrand führt dazu, dass sich die Borke vom Stamm löst. Um dies zu vermeiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie das Umwickeln mit einer Schilfmatte oder mit Sackstoff oder ein Kalkanstrich des Stammes.

8. No-Gos
Eine Baumpflanzung sollte nicht stattfinden, wenn der Boden bereits stark gefroren ist oder Schnee liegt. Weitere Ausschlusskriterien sind ein zu stark gesättigter Boden, bei dem das Wasser im Pflanzloch stehen bleibt und wenn ein Risiko besteht, dass Strukturschäden am Boden entstehen.
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