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Baumstandorte

Bäume und Verkehrsflächen teilen sich denselben Standort, folgen aber gegensätzlichen Prinzipien. Die Verkehrsfläche soll eben, belastbar und dauerhaft sicher bleiben.

Unsichtbar – und doch entscheidend

Städtische Baumstandorte sind Extremstandorte. Was im Wald (bisher) selbstverständlich ist – ein durchwurzelbarer, luft- und wasserführender Boden – fehlt im urbanen Raum häufig komplett.

Städte sind laut. Lärm gehört zu den größten Umweltbelastungen in Städten. Straßenverkehr, Lieferverkehr, Baustellen.

Städte gehören zu den Hotspots der Klimakrise. Versiegelte Flächen, dichte Bebauung und wenig Verdunstung führen dazu, dass sich Innenstädte im Sommer deutlich stärker aufheizen als ihr Umland. Fachleute sprechen vom urbanen Wärmeinseleffekt.

Regenwasser galt in der Stadtplanung lange ausschließlich als Abwasser, das möglichst schnell abgeleitet werden muss. Derzeit findet ein anhaltendes Umdenken statt.

Große, etablierte Bäume durch einen kleinen Jungbaum zu ersetzen bedeutet einen langwierigen Rückschritt in der Baumkronenbedeckung und den damit verbundenen ökologischen Leistungen.

Starkregen, Überflutungen und Hitzeinseln sind Folgen des Klimawandels, die in Städten weltweit zu großen Herausforderungen führen. Insbesondere in dicht bebauten städtischen Gebieten besteht ein Mangel an Flächen, die Wasser zurückhalten oder Temperaturen regulieren können.

Der Platz für Bäume im urbanen Raum ist knapp – und die Anforderungen an ihre Entwicklung wachsen stetig. Damit Stadtgrün auch unter schwierigen Bedingungen gedeihen kann, sind ganzheitliche Ansätze gefragt.